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BÜCHER

Das Treffen
Erzählungen, Aufbau, Berlin 1976
Der Band umfaßt Kindheitserinnerungen an die fünfziger und Alltagsbeobachtungen aus den siebziger Jahren, historische Parabeln und präzise Protokolle der DDR-Realität, deren Verdichtung mitunter zur Grenzüberschreitung ins Phantastische führt.
Mit einem Nachwort von Friedemann Berger.

Wolfgang Kil, Präsentation durch Fragen
Zweite Erkenntnis
Gedichte, Aufbau, Berlin 1978
Liedhafte Gesänge, lakonische Sprüche und bildstarke Gedichte versuchen ein "Ich" inmitten einer kollektivistisch determinierten Umwelt zu behaupten. Die zweite Erkenntnis, "ein Mensch von der trotzigen, der zweibeinigen Sorte" zu sein, schließt Niederlagen und Aufbrüche, Verzweiflung und Hoffnung ein.

Ulricht Schacht, Mut zum Zweifel
G. in B.
Prosa, Aufbau, Berlin 1979
Drei historische Erzählungen und eine Studie über Adalbert Stifter, in denen Vergangenheit und Gegenwart sich auf ungewöhnliche Weise durchdringen: "...man wird so leicht kein Buch finden, das gleichermaßen rabenschwarz, gelassen-heiter und so intim mit der Literaturgeschichte verfuhr." (Thilo Köhler, "DeutschlandRadio")
Die Pechbrenner, (Hrg.)
Dorf-Geschichten, Hinstorff, Rostock 1981
Der Herausgeber, vormals Dorflehrer im Märkischen, versammelt hier Geschichten von Rosegger und Gotthelf bis zu Robert Walser und Musil, in denen das Landleben zwischen Einöde und Idylle zum Exerzierfeld menschlicher Leidenschaften und sozialer Auseinandersetzungen wird.
Robbi Blanks und Theo Holzschuhs Meerfahrt
Kinderbuchverlag, Berlin 1980
Robbi und Theo Holzschuh leiden unter der Meerferne ihrer thüringischen Heimat und bauen ein Schiff, um von ihrem Dorfteich aus in See zu stechen. Sie befreien Robbis Großvater aus der Gefangenschaft bei den Datschianern und kehren nach langen Irrfahrten zurück: ein Tag ist vergangen wie ein Jahr.
Illustriert von Veronika Wagner.
Das neue Lumpengesindel
Kinderbuchverlag, Berlin 1981
Der letzte Wolf der DDR flieht mit Schraubenschlüssel, Wasserhahn, Tischtennisball und Fernsehantenne aus der Provinz, um in der Hauptstadt "Die Berliner Stadtmusikanten" zu gründen,verliert Rotkäppchen, gewinnt es wieder und übernimmt die Leitung des "Hauses der Volkssolidarität" in Schmachtenhagen. Anspielungsreiche Satire für die ganze Familie.
Illustriert von Gisela Neumann.
Reise im Kopf
Prosa, Aufbau, Berlin 1984
Kurznovellen, ausgeschriebene Erzählungen, Traumprotokolle, "Inschriften und Aufsätze" ergeben ein Kaleidoskop, das eine auf dem Kopf stehende Welt zeigt. Wagners Variante des Straßenbahnromans: ein Sack voll Impressionen, den er ausschüttet, bevor er die DDR verläßt.
Ich will nicht nach Österreich
Erzählungen, Luchterhand, Darmstadt 1987
In der Titelerzählung wird der Autor bei einer Wanderung auf Stifters Spuren von einem tschechischen Grenzbeamten in Zivil verfolgt und zu einem gewalttätigen Akt der Notwehr gedrängt. Paranoia oder Realität? In seiner ersten Veröffentlichung in der BRD mischt Wagner bisher unveröffentlichte Erzählungen mit bereits in der DDR publizierten.

Jürgen Theobaldy, Absetzbewegungen, verlangsamt, beschleunigt.
Karl Corino, Der Dichter als Schattenmorelle
Der Griff ins Leere
Prosa, Transit, Berlin 1988
Die Sammlung von Essays aus der Zeit kurz vor und nach Übersiedlung des Autors aus dem Osten in den Westen nehmen die Chance doppelter Erfahrung in beiden Deutschlands ernst. Geschrieben aus einer Position, die es niemanden recht machen kann, dokumentieren sie, daß geistige Freiheit immer nur eine individuelle, schwer zu erringende sein kann.

Jürgen Beckelmann, "Wurzener! Was ist aus euren Kneipen geworden?"
Mein zu großes Auge
Gedichte, Luchterhand, Darmstadt 1988
Eine um bisher unveröffentlichte Gedichte erweiterte Ausgabe der Lyrik des Autors.

Elise Guignard, "Ungeeignet zur Dressur"
MIKADO oder Der Kaiser ist nackt (Mithrg.)
Luchterhand, Darmstadt 1988
Unter- und außerhalb der Zensur, beobachtet, doch in Ruhe gelassen: von 1983 bis 1987 erschien in Ostberlin im Selbstverlag die Literaturzeitschrift MIKADO, herausgegeben von Uwe Kolbe, Lothar Trolle und Bernd Wagner. Mit Auflagen von hundert Exemplaren und Autoren wie Adolf Endler, Wolfgang Hilbig, Barbara Honigmann, Katja Lange-Müller und Monika Maron war sie das bedeutendste Forum der unabhängigen DDR- Literatur. - Eine Auswahl.

Alexander von Bormann, Wege aus der Ordnung
Die Wut im Koffer
Kalamazonische Reden 1-9, Rowohlt-Berlin, Berlin 1991
Reden an die Kreuzberger Sperlinge angesichts der einstürzenden Mauer. Die DDR wird zu Kalamazonien, die BRD zu Panamazonien, und den wiedervereinigten Amazoniern versucht der Autor in Vorträgen "Über das Geld", über "Das verlorene Bewußtsein" und in einer "Kurzen Kalamazonischen Literaturgeschichte" die jeweils andere Seite zu erklären und seinen eigenen Standpunkt zu bestimmen.

Matthias John, Die Wut im Koffer
Michael Pilz, Amazonien plus Zone
Die Wut im Koffer
Kalamazonische Reden 1-11, Rowohlt, Reinbek 1993
Die um zwei Reden erweiterte Taschenbuchausgabe des Textes. "Stube und der Herr" hat die inzwischen mögliche Einsicht in die Stasi-Unterlagen zur Grundlage und befreit sich von ihnen durch den Abflug ins Groteske: Paul Pawloski, den seine feine Nase für Westgerüche zum Stasi-Mitarbeiter gemacht hat, wird nach der Wiedervereinigung von einer Dauererektion befallen, die er durch Selbstkastration beseitigt: "Eine Idee, die variiert bei Thomas Brussig zum Plott seines erfolgreichen 'Helden wie wir' (1995) wird. " (Lutz Rathenow)
Paradies
Roman, Ullstein, Berlin 1997
Judith Mehlhorn, Geräuscharchivarin und schwere Rheumatikerin, wird nach der Wende zur Behandlung in ein früheres Stasi-Krankenhaus eingeliefert. Von alten Ängsten verfolgt, wirft sie all ihre Medikamente weg und vollzieht eine verspätete Republikflucht. In sieben Nächten berichtet sie dem Erzähler von ihren Erlebnissen in den alten Bundesländern.

Lutz Hagestedt, Judith und ihr Hang zum Niederen
Sabine Doering, Nackt im hessischen Schafstall
Hans-Christoph Buch, Mutter Courage im Westen
Schattenmorelle
Erzählungen, Ullstein, Berlin 1999
Eine Auswahl der frühen Erzählungen in einer Taschenbuchausgabe, ergänzt durch "Der Hang" und "Ich war in Rom", zwei Texte, die die Ankunft des Autors im europäischen Westen reflektieren.
Club Oblomow
Roman, Ullstein, Berlin 1999
In Berlins Mitte hat eine russische Fürstin in ihrem Haus einer Künstlergruppe die Nutzung eines Clubs gestattet, unter der Voraussetzung, daß sie sich dem Oblomow'schen Prinzip des Nichtstuns verpflichtet. Ein Antrag auf Unterstützung des Projekts "Kunstbrache" wird von der EU nicht beantwortet, so daß man sich Gedanken machen muß, wie man an das Erbe der betagten Fürstin kommt. Künstlersatire und Krimi.

Udo Scheer, Nächte, wodkafeucht
Konrad Franke, Hochwertiges Nichtstun
Wie ich nach Chihuahua kam.
Eine amerikanische Reise, Steidl, Göttingen 2003
Mit Greyhound-Bussen, per Anhalter und zu Fuß reist der Autor quer durch den amerikanischen Kontinentent: von New York zu den Sioux in den Badlands, von Vancouver nach Mexiko, von Chihuahua in die Geburtsstadt Mark Twains, dem er seine Reverenz erweist, indem er dessen Heimat mit ähnlichem Blick betrachtet wie der große Amerikaner Europa.

Bernd Cailloux, Wandertage im alten Amerika
Christoph Schmitz, "Wie ich nach Chihuahua kam"
Hel
Erzählung, Mariannenpresse, Berlin 2005
Peter Herrmann illustriert diese neue Erzählung mit zweifarbigen expressiven Holzschnitten. Ein Parforceritt durch das Polen der achtziger Jahre: durch Bahnhofswirtschaft und miliärischen Sperrbezirk, durch ein von Geflügel bewohntes Holzdorf, Fischereihafen und unterirdischen Bunker, aus dem wiederaufzutauchen das Erleben von Kriegsende und Flucht bedeutet.
Berlin für Arme
Ein Stadtführer für Lebenskünstler, Eichborn, Berlin 2008
Berlin für Arme besteht aus zwei Teilen. In dem Buch finden Sie Erzählungen, Tipps und eine Adressenliste, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, sondern sich aus den persönlichen Erfahrungen und Vorlieben der Verfasser speist.
Im Forum unserer Internetseite auf http://berlinfürarme.de kann sich der Leser mit seinen eigenen Vorstellungen zu Wort melden. Dort können Hinweise und Adressen weitergegeben, Tausch-, Geschenk- und andere Angebote gemacht und nicht zuletzt Geschichten erzählt werden.
Den Berliner Blinden
Gedichte und Epigramme. Projekte-Verlag Halle (Saale), 2013
Seitdem Bernd Wagner an einem grauen Wintertag im Geschäft der Berliner Blindenanstalt ein rotes Notizbuch erwarb, trug er die Sonne in seiner Tasche. Dieses Buch verlangte danach, von dem passionierten Stadtgänger mit Beobachtungen gefüllt zu werden und wurde so zur Keimzelle eines Gedichtbandes, in dem Wagner das poetische Resumee seines Lebens in Ost-, in West- und in Gesamtberlin zieht. Mit Dank widmet er ihn Den Berliner Blinden.

Magdeburger Volksstimme, 16.3. 2013
STADTSCHREIBER FEIERT PREMIERE OHNE FAHRRAD. BERND WAGNER BETRITT DIE BÜHNE"


Marko Martin, Altes Lied aus der Raumer Straße
Die Straße kräht Coqui.                      
Magdeburger Journal. bibliothek forum gestaltung 12, Magdeburg 2013
Eine Chronik der Stadt Magdeburg und des Lebens ihres Stadtschreibers im Jahr 2013, bestehend aus Reports, Gedichten, Epigrammen, Dialogen, Zeichnungen und Aquarellen.
Mao und die 72 Affen. Die geheimen Memoiren des Ewigen Vorsitzenden
Privatdruck, Berlin 2015
Die Geschichte muß umgeschrieben werden. Mao starb nicht, sondern wurde von einem daoistischen Priester in den neunten Himmel der Unsterblichkeit transferiert. Von dort aus kann er mit Hilfe magischer Zwiebeln die Astralkörper führender Politiker zu sich beordern und das Weltgeschehen in seinem Sinne lenken.
Unter Tieren.
Schreyahner Journal. Privatdruck, Berlin 2016

Das idyllische Wendland im Blick eines pflastermüden Berliners. Prosa, Lyrik, Aquarelle, Zeichnungen und ein Segensspruch für den Künstlerhof: Oh Gott, der du kennst der Dichter Noth, hüte unser lebendiges Feuer. Mach, daß es in satter Prosa loht und heiligen Liedern, doch brenne nicht das Haus hernieder. Denn es war theuer.